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Die Gläubigen in den drei großen Religionsgemeinschaften, die alle an einen Gott glauben, also die gläubigen Juden, Moslems und Christen, kennen einen heiligen Tag, der aus der Reihe der Wochentage herausragt. Für die Christen ist dies der "Tag des Herrn", der erste Tag der Woche, an dem Jesus auferstanden ist, der Sonntag.
Für die Christen ist der Sonntag auf jeden Fall eng mit dem Osterfest, also der Auferstehung des Herrn verbunden. Der Sonntag ist jener Tag, an dem die Gläubigen zur Feier des Gottesdienstes zusammenkommen, um sich am Wort und Tisch des Herrn zu stärken und ein Zeichen zu setzen in einer Welt, in der scheinbar alles dem Materiellen untergeordnet wird und der Vorrang der Wirtschaft immr mehr die Religion in den Raum des Privaten zu drängen scheint.
Es liegt im Menschsein begründet, dass keiner für sich allein Mensch sein kann; auch zum Beten und Glauben braucht es Gemeinschaft, auch über die eigene, kleine Familie hinaus: Das will Kirche sein und bleiben: Glaubensgemeinschaft für möglichst Viele, um für alle ein Zeichen zu setzen, dass Gott der erste Rang im Leben zusteht und die Verehrung Gottes besonders am Tag des Herrn neu in den Blick einer Öffentlichkeit gerät, die im Strudel des Alltags nach einem Anker der Orientierung sucht.
Die Freude des christlichen Glaubens, die Freude darüber, daß Gott uns immer wieder Räume des Aufatmens, Zeiten des zu-Sich-Kommens schenken will, die Freude der christlichen Gemeinschaft insbesondere im sonntäglichen Gottesdienst wünscht Ihnen in dieser Zeit der Gnade
Pfarrer Thomas Rath
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